Infomobil des Jüdischen Museums Berlin besucht Theodor-Heuss-Schule
Am Donnerstag, dem 20.05.2010, machte das Infomobil des Jüdischen Museums Berlin Station in der Theodor-Heuss-Schule. Schülerinnen und Schüler der 8. – 10. Klassen beschäftigten sich in der mobilen Ausstellung mit der deutsch-jüdischen Geschichte; zwei 10. Klassen nahmen an Workshops zur Kindheit und Jugend von Jüdinnen und Juden nach 1945 in Deutschland teil.
Ziel des Projekts ist es, in persönlichen Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern ihr Interesse und ihre Begeisterung für deutsch-jüdische Geschichte zu wecken und auf diese Weise dazu beizutragen ihre Fähigkeit zu vorurteilsfreiem und kritischem Denken zu stärken.
Da es nicht allen Schülern in Deutschland möglich ist, das Jüdische Museum Berlin zu besuchen, hat das Museum das Projekt „on.tour –Das JMB macht Schule“ ins Leben gerufen und ist mit einem mobilen Programm im gesamten Bundesgebiet unterwegs, um die Jugendlichen vor Ort zu erreichen. Dazu werden sämtliche weiterführenden Schulen in allen Bundesländern angeschrieben und über das Projekt informiert; Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Aus den zahlreichen Bewerbungen der Schulen werden pro Bundesland fünf
ausgewählt.
In der mobilen Ausstellung und in Workshops können Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse zur deutsch-jüdischen Geschichte vertiefen. Die fachlich und pädagogisch geschulten Mitarbeiter des on.tour-Teams treten mit den Schülern in Dialog und vermitteln jüdisches Leben, Kultur und Geschichte lebendig und an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert.
Die mobile Ausstellung, die in der Eingangshalle der Theodor-Heuss-Schule aufgebaut sein wird, besteht aus vier roten Würfeln, die ausgewählte Objekte aus dem Museum enthalten und neben Exponaten zu jüdischer Religion und Zeugnissen der Verfolgung auch alltägliche Gegenstände zeigen. Viele davon haben einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen. Alltagsgegenstände und religiöse Objekte geben Auskunft darüber, wie Religion und tägliches Leben miteinander verflochten sind. Exemplarisch werden jüdische Feste wie etwa das Pessachfest oder der jüdische Feiertag Schabbat dargestellt. Die Geschichten der Firma Julius Fromm oder des süddeutschen Landjuden Löb Strauss bieten einen historischen und biographischen Zugang. Die Schüler können auf den Würfeln sitzen, sie drehen und wenden, die Ausstellung selbständig erkunden und die Objekttexte lesen. Im Umgang mit Exponaten und Biographien erhalten sie auf eindrückliche und abwechslungsreiche Weise Einblick in deutsch-jüdische Geschichte, jüdische Religion und Kultur. Nach der Erkundungsphase präsentieren sich die Schüler das Erarbeitete gegenseitig. Das on.tour-Team begleitet sie dabei, erzählt Wissenswertes zu den Objekten, beantwortet Fragen rund um das Thema und moderiert die Präsentation.
Im Zentrum der Workshops mit Schülerinnen und Schülern steht die Beschäftigung mit
Kindheit und Jugend nach 1945 in Deutschland. Dazu stellte das Museum bekannten und unbekannten, gläubigen und weniger gläubigen Jüdinnen und Juden verschiedener Generationen die Frage: „Wie war das eigentlich – nach 1945 als Jüdin oder Jude in
Deutschland aufzuwachsen?“. Sie wurden gebeten ein Foto einzusenden und eine für sie prägende Geschichte zu erzählen. In den Audiobeiträgen werden die verschiedensten Erfahrungen deutlich: Gefühle der Fremdheit und der Zugehörigkeit, kleine Fluchten aus dem Alltag, Träume und Hoffnung
en.
Mit iPods können die Schüler neun ausgewählten Kindheits- und Jugenderzählungen über Kopfhörer lauschen. Anhand der biographischen Quellen in Form von Kindheits- oder Jugendfotos sowie Interviews setzen sie sich mit jüdischen Biographien auseinander und präsentieren ihre Gruppenergebnisse vor der Klasse. In der anschließenden Diskussion tauschen sie sich über die Biographien und ihre persönlichen Erfahrungen aus.
Bildungsausgaben werden in Hessen massiv gekürzt!
“Was der hessischen Landesregierung von CDU und FDP die Bildung wirklich wert ist, wird deutlich in ihren Taten, nicht in den immer wieder schönen Worten . „Bildung hat oberste Priorität“ , „Bildung ist Zukunft“, Bildung ist das Wichtigste“, so oder so ähnlich hört man sie immer wieder bei Wahlkampfreden herunterbeten. Die Taten sprechen eine ganz andere Sprache: Hessen kürzt die Ausgaben für Universitäten um rund 30 Millionen Euro und die Ausgaben für die Schulen um rund 45 Millionen Euro. Noch deutlicher kann man nicht ausdrücken, dass Bildung in Hessen ganz hinten ansteht. Allein die Frankfurter Steuerfahnder, die in den letzten Jahren, anscheinend weil sie zu erfolgreich waren, mit illegalen Gutachten aus dem Dienst gemobbt wurden, brachten mehr als 30 Mio. Euro jährlich in die Staatskasse. Auch das höchst umstrittene Projekt des Flugplatzes in Kassel-Calden steht in Hessen vor der Bildung.”
Erich Schumacher Quelle: Schülerzeitung Nr.2 Apr. 2010
Unser neuer Themenbereich: Aktuelle Neuigkeiten
Die Homepage-AG der THS beginnt jeden Donnerstag ihren Kurs mit einer Runde, in der jeder eine Neuigkeit aus der Welt, die er für wichtig hält, aus dem Internet sucht und der Gruppe mitteilt. So haben wir jede Woche einen Überblick über das, was in den letzten 7 Tagen passiert und eventuell an uns “vorbeigelaufen” ist.
Das brachte uns auf die Idee, einen Themenbereich zu den aktuellen News aus dem lokalen Bereich rund um Marburg und zu den neuesten Veränderungen in der Schulpolitik zu erstellen, um auch unsere Besucher auf den neuesten Stand zu bringen.
Die ersten Meldungen folgen dann in der kommenden Woche!




